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klimaschutz / Leser-Beitraege
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Leser-Beitraege

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7.1.2008. von Adolf Moninger, NABU Heilbronn

 

Zum neuen Jahr

 

Der Schall der Silvesterböller ist verhallt und das Jahr 2008 hat begonnen. Bei den Neujahrsansprachen aus der Politik steht Wirtschaftswachstum, technischer Fortschritt und die Förderung dessen, ganz oben auf der Agenda. Der Mensch und sein Lebensumfeld (Umwelt) belegt nur die hinderen Plätze. Nicht selten steht der Mensch dem vermeintlichen Fortschritt gar im Weg. Immer größer, weiter, schneller, schillernder, ..... ist dies nachhaltig? Zeigt nicht gerade der Klimawandel und seine schon Heute spürbaren Folgen die Fragwürdigkeit unseres Handelns in der Vergangenheit? Können wir es uns noch lange leisten mit falsch angelegten Lösungsansätzen derVergangenheit, die Zukunft zu gestalten?

 

 

Nicht alle wissenschaftlich als machbar eingeschätzten Erkenntnisse sind es Wert weiter verfolgt zu werden. Darunter fällt auch die Agrogentechnik. Einmal auf dem Acker gibt es kein zurück mehr, siehe Raps in Kanada und die

Erfahrungen von Farmer Percy Schmeiser. Ein nebeneinander (Koexistenz) ist nicht möglich, der Sojamarkt aus den USA belegt dies. Denn der wirtschaftliche Aufwand der Trennung ist viel zu groß als dass dieser langfristig eingehalten würde. Dabei spielt auch die Gewinnmaximierung der Agrogentechnik Industrie eine ausschlaggebende Rolle, nach dem Grundsatz „Gewinne kapitalisieren, Verluste sozialisieren“.  Agrogentechnik fördert die weitere Technisierung in der Landwirtschaft. Durch den langfristig zu erwartenden erhöhten Einsatz von chemisch synthetischen Mitteln und deren Folgen stellen wir unser Lebensumfeld in Frage. Das Ziel der Agrogentechnikindustrie, ist das beherrschen der Nahrungsmittelmärkte weltweit. Wie wir uns dies vorzustellen haben zeigen uns gerade die Energiegiganten EnBW, RWE usw.

 

 

Beobachten wir das Verhalten unserer Volksvertreter stellt man mit befremden fest dass zahlreiche MdBs und MdLs mehr die Interessen der Industrie als die des Volkes im Auge haben. Oder urteilen diese nach dem Lenin zu

geschriebenen Satz: „Wir müssen das Volk zu seinem Glück zwingen?“

 

 

Lassen wir uns nicht entmutigen, schöpfen wir doch in unseren Verbänden, Bündnissen und Bürgerinitiativen immer wieder neue Kraft um Hand anzulegen zum Schutz und Erhalt unserer Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Leben. Kraft auch, um den Finger in die Wunde zu legen, wenn Entscheidungen anstehen bei denen die Biodiversität durch kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg hinweg gewogen werden soll.

 

 

Der Weg unserer Gesellschaft in den Industriestaaten, zu einer fast vergötternden Technikgläubigkeit dauerte viele Jahrzehnte. Parallel dazu verkümmerte das Verständnis um die Zusammenhänge in der Natur. Um das Verständnis und Zusammenhänge in der Natur wieder in die breite der Bevölkerung zu tragen bedarf es eines langen Atem. Gerade der NABU mit seiner über Hundertjährigen Geschichte hat diesen langen Atem bewiesen. Unzählige kleine und große Erfolge konnten verbucht werden. Oder umgekehrt, wie würde unsere geschundene Natur aussehen ohne den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz für Natur und Umwelt.

 

 

Ich wünsche Ihnen / Dir für das neue Jahr die nötige Kraft, Ausdauer und Fingerspitzengefühl beim nachhaltigen mitgestalten unseres Lebensumfeldes im Sinne von: Wir haben die Erde nicht von unseren Vätern geerbt sondern von unseren Kindern geliehen.

 

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