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klimaschutz / Bericht - Step It Up!
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Bericht - Step It Up!

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on November 5, 2007 at 2:08:07 pm
 

3.11.2007.  Cornell University Campus, Ithaca, NY, USA.

 

"This Year, right now, marks a turning point in human history. We have arrived at our generation’s defining challenge - and greatest opportunity - because the truth is clear: people cause global warming and people must fix it immediately…" (1Sky)

 

Step It Up! ist eine Initiative, die von einigen Studenten in den USA getragen wird, um den Klimaschutz in den USA voranzutreiben.  An Stelle einer grossen Demonstration helfen sie in den gesamten USA gleichzeitig viele lokale Aktionen zu organisieren.  Sie indossieren die drei Forderungen von 1Sky:

1) Schaffung von 5 Millionen "gruenen" Arbeitsplaetzen

2) Sofortiger Stopp der Zunahme von Treibhausgas-Emissionen, 30%-iger reduzierung bis 2020 (im vergleich zu 1990), und 50%-iger Reduzierung bis 2050

3) Moratorium fuer alle neuen Kohlekraftwerke, die keine Moeglichkeit zur Sequestrierung haben.  Im Moment snd 150 (!!) neue Kohlekraftwerke ohne Sequestrierung in den USA geplant!

 

Die zweite gross-angelegte Initiative von Step It Up! stand unter dem Motto "Who is the leader?", mit dem Versuch, Politiker zu aktivieren, konkrete Loesungen zu finden.  Insgesamt haben 8 Praesidentschaftskandidaten, und ca 80 Congress-Agbeordnte an Veranstaltungen teilgenommen.  Aber nicht nur Politiker sind "Leaders" sondern jeder einzelne der/die Initiative ergreift, etwas fuer den Klimaschutz zu tun.

Vor genau 7 Tagen stellte sich heraus, dass noch nichts fuer eine Step It Up! Demonstration auf dem Cornell campus organisiert worden war.  Ich hatte zugesagt, zu helfen, aber nicht, die Demonstration zu organisieren.  Helfen, das heisst einen Tisch tragen, oder Kaffee kochen. Nun war weit mehr als diese Art von Hilfe angesagt. Was tun? Es ist doch nicht meine Schuld wenn andere so wenig organisiert sind.  Jemand anderes haette das rechtzeitig organisieren sollen, warum soll ich dafuer meine wertvolle Zeit hergeben, ich habe Kinder, die Handwerker sind im Haus (unser Haus ist also in einem noch chaotischeren Zustand als sonst), die Blaetter muessen bis Montag zusammmengerecht sein, ueberhaupt bin ich eigentlich krank, und wenn ich es recht ueberlege gehoere ich eigentlich mit einer Waermflasche ins Bett, und ueberhaupt mache ich doch eigentlich schon genug....ich habe keine Zeit, jemand anderes sollte das machen...

 

Das Dumme war, dass niemand anderes da war, um die Demonstration zu organisieren. Jeder ist beschaeftigt und hat keine Zeit. Wenn es danach ginge, fuer was wir Zeit haben, dann wuerden wir unser Haus abbrennen lassen, weil wir gerade unsere Tochter zum Fussballspielen fahren muessen.  So habe ich also angefangen, zu organisieren. 

 

Was ich in dieser Woche noch einmal gelernt habe ist, dass - wenn ich ueberzeugt bin, dass etwas wichtig ist - dann muss ich auch gewillt sein, mich selbst dafuer einzusetzten.  Es reicht nicht, zu reden aber selbst nichts aktiv zu tun.  Wenn ich etwas aendern will, dann muss ich bei mir selbst anfangen.

 

Was ich ueberall erlebe, in den USA und Deutschland gleichermassen, ist, dass viele Leute nicht selbst Verantwortung nehmen wollen - jemand anderes sollte etwas tun, ich bin beschaeftigt: der Nachbar mit den 3 Autos, die Firmen, Industrie, Politiker,...Und dabei sind wir alle doch Teil des Systems.  Wenn wir Aenderungen im System sehen wollen, dann muessen wir selbst dazu beitragen, es zu verbessern.

 

Das faszinierende und Motivierende ist, dass wir sehr viel mehr Moeglickeiten haben, das System zu verbessern, als wir denken.  Wenn wir das erst einmal erkennen, und uns selbst zutrauen, dass wir tatsechlich eine Aenderung bewirken koennen, dann haben wir schon halb gewonnen.  Was wir noch viel mehr brauchen, sind aktive Buerger, die sich einsetzten. Und das hat sich bei unserer Aktion auf dem Cornell campus gezeigt: innerhalb von einer Woche haben Professoren, Studenten, und "normale" Leute dazu beigetragen, einen froehlichen, motivierenden und interessanten Nachmittag zu organisieren, mit Musik, Reden, Kaffee und Kuchen, und viel Spass.  Alles, was es dazu brauchte, waren ein paar Leute, denen der Klimaschutz wichtiger war als ihre normale Samstag-Nachmittag Routine.  Es lohnt sich, mal die Prioritaeten zu verschieben - versuch es mal!

 

Maiken

 

 

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